> > Tja, die IP-Bereiche nach RFC1918 sind ausdrücklich als “nicht
> > geroutete IP-Adressen” bezeichnet. D.h. sie taugen nicht als Nutzung
> > für den Internetzugang, da solche Pakete nicht weiter geleitet
> > werden.
> Hmms, naja kenn mich da ja nicht so genau aus - ich hab da bisher
> auch nur kleinere Firmennetze mit aufgebaut.
>
> Und da haben wir entweder die 10.xx oder die 192.168.xx Netze
> benutzt.
Das ist überhaupt nicht verkehrt und habe ich bereits auch gemacht
(hauptsächlich vorhandene Strukturen auf TCP/IP umgestellt).
> Sicherlich werden die nicht direkt ins Internet umgesetzt, aber ein
> simpler Linux Rechner mit 2 netzwerkkarten kann dort problemlos die
> Adressen so umsetzen, dass ueber eine gateway Adresse alle Rechner
> erreichen bin (allerdings nicht von aussen direkt).
Ja, aber viele Dienste sind auf geroutete IP-Adressen angewiesen. FTP
geht über NAT nur schlecht als recht (nur im Passive-Mode, kein
Server-to-Server-Transfer), IRC funktioniert auch eingeschränkt
(nicht alle Netze), allerdings ohne DCC (Direct-Client-Connection)
und das KO ist dann IPsec, das geht hinter einem NAT-Router überhaupt
nicht.
> > Der Trick heißt “Network Address Translation” und ist ein Proxy, der
> > ausgehende Verbindungen umsetzt. Damit funktioniert ohne Hacks kein
> > FTP, kein IRC/DCC und fast keine P2P-Software mehr. Nur zum
> > WWW-Seiten und E-Mailabrufen reicht es ja.
> Also bei denen, die ich selebr mit aufgebaut habe, konnten wir
> problemlos mit saemtlicher Software arbeiten (von innen ins Internet,
> aber nicht umgedreht).
In den meinsten Kleinfirmen, die ich kenne, wird fast ausschließlich
HTTP, POP3 und SMTP gefahren. Das funktioniert damit problemlos.
Die Firmen wurden meistens via Internet-by-Call und Dial-On-Demand
ans Internet angeschlossen. Einen extra tollen “LAN-geeigneten”
T-Online-Tarif braucht es dafür nicht. Und die von T-Online
vorgeschlagene Lösung mit multipler PPPoE-Einwahl halte ich für
ziemlichen Blödsinn (weil dann bekommt man nämlich keine Fw mehr
dazwischen).
> Zum einen bietet das einen gewissen Schutz gegen Hacker (minimaler
> Schutz) - zum anderen muss man eh noch eine Firewall davorschalten.
> Mit ftp oder irc hatte ich jedenfalls nie probleme.
Der Einsatz von gerouteten IP-Adressen macht eine Firewall
selbstverständlich nicht überflüssig, sondern im Gegenteil, sie ist
dann unverzichtbar.
> > Die Bereitstellung eines gerouteten Subnetzes ist Voraussetzung, um
> > ein LAN vollwertig ans Internet anschließen zu können. T-Online
> > bietet nur sein krankes “Mitbenutzer” an, um die Rechner jeweils
> > direkt für sich ins Internet zu hängen. Nur das will man nicht, denn
> > damit ist eine im LAN installierte Firewall sinnlos.
> Naja aber wenn ich eine Firewall habe und dahinter einen solchen
> Proxy Router (simple linux kiste, 486er sollte schon fast reichen)
> haette ich doch genau was ich wil? Oder nicht?
> Sicher haben die Kisten hinter dem Proxy keine Adressen, die man
> direkt von aussen erreichen kann - aber wer will das denn schon?
Darauf sind halt bestimmte Internet-Protokolle angewiesen, das ist
alles. TCP/IP war ursprünglich für bidirektionale Verbindungen
vorgesehen und viele Protokolle sind deshalb darauf ausgelegt. Wenn
man die nicht braucht, besteht auch keine Notwendigkeit für geroutete
IP-Adressen. Allerdings sollte T-Online dann nicht unlauter mit
“LAN-Anschluß” werben, denn darunter verstehe ich etwas anderes.
ciao, jtsn